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Corona-Pandemie
Deutschland verlängert Corona-Kontaktsperre bis nach Ostern
Die deutsche Regierung und die Bundesländer haben sich darauf verständigt, die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April zu verlängern. Auch über eine mögliche Maskenpflicht wurde gesprochen.
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Corona-Krise: Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April ausgedehnt.
Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise werden in Deutschland bis mindestens zum 19. April verlängert. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Am Dienstag nach Ostern wollen sie die Lage neu bewerten. Kontakte zu Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts sollten auf ein absolutes Minimum reduziert werden, so Merkel. Sie mahnte, die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", betonte die Kanzlerin.
Weitere 149 Virus-Tote in Deutschland.
In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 67.366 gestiegen. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Virus gestorben, teilte das RKI auf seiner Website mit. Im Vergleich zum Vortag wurden demnach 5453 Neuinfektionen gemeldet, die Zahl der Todesopfer stieg um 149. Nach diesen Zahlen ist die Dynamik der Ausbreitung leicht gebremst. Am Nachmittag berät Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen.
Pentagonchef verweigert Evakuierung von Flugzeugträger mit Corona-Fällen.
Trotz Alarms durch den Kapitän eines US-Flugzeugträgers, auf dem sich das Coronavirus ausbreitet, hat Verteidigungsminister Mark Esper eine Evakuierung des Schiffes verweigert. Stattdessen würde zusätzliches medizinisches Personal auf die "USS Theodore Roosevelt" geschickt, sagte Esper im US-Sender CBS. Der Flugzeugträger hat mehr als 4000 Besatzungsmitglieder. In Kalifornien sollen wegen der Corona-Krise vorzeitig bis zu 3500 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen werden. In dem US-Bundesstaat haben sich vier Insassen und 25 Angestellte mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.
Erste direkte Gespräche zwischen Taliban und afghanischer Regierung.
Die afghanische Regierung und die radikalislamischen Taliban haben sich erstmals zu direkten Gesprächen über einen Gefangenenaustausch in Kabul getroffen. Beide Seiten hätten über die Freilassung afghanischer Sicherheitskräfte sowie von Taliban-Mitgliedern verhandelt, teilte der Nationale Sicherheitsrat mit. Der Gefangenenaustausch ist zentraler Bestandteil eines Abkommens zwischen den USA und den Taliban zur Beendigung des jahrelangen Konflikts. Weil die afghanische Regierung und die Taliban in dieser Frage aber uneins sind, wurde der Austausch bislang nicht realisiert.
Kosovo hebt Strafzölle gegenüber Serbien vorläufig auf.
Die Regierung des Kosovos hat die Strafzölle für Importe aus Serbien vorläufig aufgehoben. Die Suspendierung gelte zunächst bis zum 15. Juni, erklärte Ministerpräsident Albin Kurti in der Hauptstadt Pristina. Die 2018 eingeführten Strafzölle sollen Serbien zur Achtung der Interessen des Kosovo zwingen. Die USA hatten zuletzt starken Druck auf Kurti ausgeübt, die Zölle komplett zu beseitigen. Für eine endgültige Beseitigung macht das Kosovo aber eine Gleichbehandlung durch Serbien zur Bedingung. Unter anderen lässt Serbien derzeit keine Fahrzeuge mit kosovarischen Kennzeichen ins Land fahren.