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Parteivorsitz
Merz, Laschet, Röttgen: CDU vor Kampfabstimmung
Das Ringen um den CDU-Chefposten geht in eine entscheidende Phase. Nach Norbert Röttgen haben nun auch Armin Laschet und Friedrich Merz ihre Kandidatur angekündigt. Aus dem einstigen Team werden Einzelkämpfer.
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Ägyptens Ex-Staatschef Husni Mubarak gestorben.
Der ehemalige ägyptische Langzeitmachthaber Husni Mubarak ist tot. Er starb im Alter von 91 Jahren, wie das staatliche ägyptische Fernsehen berichtete. Demnach habe sich der frühere Staatschef vor einigen Wochen einer Operation unterziehen müssen. Mubarak hatte Ägypten 30 Jahre lang regiert, bis er nach Massenprotesten im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings im Februar 2011 zurücktrat. Anschließend musste er mehrere Jahre ins Gefängnis. 2017 wurde er aus der Haft entlassen, nachdem er in den meisten Anklagepunkten freigesprochen worden war.
EU verabschieden Mandat für Handelsgespräche mit Großbritannien.
Die EU-Staaten haben ihre Verhandlungslinie für die Gespräche mit Großbritannien über die künftigen Beziehungen festgelegt. In Brüssel billigten die Europaminister der 27 Mitgliedstaaten das entsprechende Mandat für Chefunterhändler Michel Barnier. Es stellt London ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und mengenmäßige Beschränkungen in Aussicht, verlangt aber Garantien für faire Wettbewerbsbedingungen, um Sozial- und Umweltdumping zu verhindern. Großbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsphase bis Ende des Jahres bleibt das Land noch im EU-Binnenmarkt.
Merz und Laschet wollen CDU-Chef werden.
Die CDU steuert auf eine Kampfabstimmung um den Parteivorsitz zu. Am Dienstag gaben der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der ehemalige Unionsfraktions-Vorsitzende Friedrich Merz ihre Kandidatur bekannt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der ebenfalls als Kandidat gehandelt wurde, will dagegen Laschet unterstützen und als dessen Stellvertreter zur Wahl auf dem Sonderparteitag am 25. April antreten. Das erklärten beide Politiker in Berlin. Bereits vergangene Woche hatte Norbert Röttgen verkündet, dass er Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer werden will.
Täter von Volkmarsen nicht vernehmungsfähig.
Die Zahl der Verletzten nach dem Zwischenfall beim Rosenmontagsumzug in der hessischen Kleinstadt Volkmarsen ist auf 52 gestiegen, unter ihnen sind laut Angaben der Polizei 18 Kinder. Das Motiv des 29-Jährigen, der am Rande des Rosenmontagszugs ein Auto in eine Menschenmenge gefahren hatte, ist weiter nicht bekannt. Der Mann, ein deutscher Staatsbürger, wurde vorläufig festgenommen. Er ist aber nicht vernehmungsfähig. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Eine weitere Person wurde wegen der Verbreitung eines sogenanntes "Gaffervideos" festgenommmen.
Weitere Coronafälle in Italien.
Das neuartige Coronavirus breitet sich in Italien offenbar weiter aus. Die Behörden meldeten nun einen ersten Fall weit im Süden des Landes, auf Sizilien. Eine Frau aus Bergamo in der nördlichen, besonders betroffenen Region Lombardei, sei in Palermo positiv getestet worden, erklärte der Regionalpräsident. Außerdem meldete Südtirol den ersten wahrscheinlichen Fall. Italienweit starben bereits sieben Menschen an der Lungenkrankheit. Entwarnung gab es dagegen in Deutschland: Der Coronavirus-Verdacht bei einem Italien-Rückkehrer in Köln hat sich nach Angaben der Stadt nicht bestätigt.